Die Mobilitätslinie für den Bielefelder Süden

Mit der Verlängerung der StadtBahn-Linie 1 schaffen wir für rund 85.000 Einwohnerinnen und Einwohner in Sennestadt, Senne und Brackwede einen deutlichen Mobilitäts- und Komfortgewinn.

Die verlängerte Linie wird die Stadtteile an das StadtBahn-Netz anbinden und so die Mobilitätslücke in den Bielefelder Süden schließen. Somit wird die StadtBahn-Linie 1 zur Mobilitätslinie für den Bielefelder Süden.

Daran arbeiten wir gerade

In enger Abstimmung mit dem Amt für Verkehr und Straßen.NRW haben wir die Vorplanung für die Streckenführung von Senne nach Sennstadt entlang der L756 abgeschlossen. Die Vorplanung finden Sie unter dem Punkt Downloads. Der mögliche Trassenverlauf ab Kreuzkirche in die Sennestadt Nord ist kein Bestandteil dieser Vorplanung, sondern wird im nächsten Jahr gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern im Rahmen eines Nahverkehrskonzeptes entwickelt.

Vergangene Bürgerdialoge im Dezember 2019

Über 300 interessierte Bürgerinnen und Bürger haben an unseren Informationsveranstaltungen in Senne und Sennestadt am 2. und 4. Dezember teilgenommen. Über das große Interesse an der Mobilitätslinie freuen wir uns sehr.

Wer nicht teilnehmen konnte, kann sich die gezeigten Folien unter Downloads herunterladen.

Vorteile durch den Ausbau der Linie 1

  • Mobilitätsgewinn für Sennestadt und Senne-Buschkamp: barrierefrei, schnell und ohne Umstieg direkt nach Brackwede oder in die Innenstadt
  • attraktivere Verbindungen durch nur einen Umstieg nach Brackwede oder in die Innenstadt: für die Südstadt, Eckardtsheim, Dalbke, Heideblümchen, Lipperreihe und Schloß Holte-Stukenbrock
  • mehr Komfort und Platzangebot: durch den Einsatz moderner und geräumiger Bahnen
  • bessere Anbindung der Schulen: Lehrer und Schüler kommen schneller und bequemer zum Unterricht
  • höhere Attraktivität der Wohngebiete: neue Impulse und Investitionen für den Wohnungsbau

Nahverkehrskonzept für den Bielefelder Süden

Im Jahr 2020 soll gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern einem Nahverkehrskonzept für den Bielefelder Süden entwickelt werden.

Dabei sollen der Trassenverlauf in Sennestadt, ein Buskonzept in Verbindung mit der gesamten Stadtbahn-Trasse und ergänzende Mobilitätsangebote entwickelt werden. In dem Prozess wird es voraussichtlich drei Stufen geben. Im ersten Schritt werden mögliche Trassen gesammelt, die dann einem zweiten Schritt untersucht und bewertet werden. Die Trassen mit der besten Bewertung werden dann in einem dritten Schritt genauer untersucht und detailliert bewertet, sodass am Ende eine Vorzugsvariante übrig bleibt und in die Entwurfsplanung geht.

Details zum Ablauf, Termine und Einladungen folgen zu Beginn des Jahres 2020.


Vorplanung

Aktuell befindet sich das Projekt in der Vorplanung. Dabei stehen Voruntersuchungen entlang der gesamten Strecke im Vordergrund. Erst im weiteren Verlauf der Planung werden die Ergebnisse der Vorplanung weiter vertieft und detaillierter. Dabei kann es auch zu Veränderungen in Bezug auf die Ergebnisse der Vorplanung kommen.

Am Ende steht das Planfeststellungsverfahren, das Genehmigungsverfahren für größere Infrastrukturvorhaben (z.B. auch Straßen, Eisenbahnen, Energieleitungen, etc.), die eine Vielzahl von öffentlichen und privaten Interessen berühren.

Planungsgrundlagen

Straßen.NRW ist Baulastträger der L756, also Eigentümer der Straße. Für die Planung hat der Landesbetrieb folgende Planungsparamter vorgegeben:

Grundlage der Vorplanung war zum einen der Querschnitt: Dieser sollte 2-spurig in den Ortslagen von Senne (zwischen Friedhofstraße und Buschkampkreuzung) und Sennestadt (Eikelmannkreuzung bis Ramsbrockring) verlaufen, 4-spurig im Bereich des Autobahnabschnitts (Buschkampkreuzung bis Eikelmannkreuzung). Zudem wurde entlang der gesamten Strecke mit einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 70 km/h geplant.

Neben diesen Grundlagen stand bei der Planung die bauliche Machbarkeit ebenso im Vordergrund wie der verkehrliche Nutzen und die Minimierung von Eingriffe.

Trassenlage

Entlang der gesamten L756 (Paderborner Straße/Brackweder Straße) wird die Mobilitätslinie auf eigener Trasse in nördlicher Seitenlage geplant.  

Die StadtBahn-Trasse liegt von der Rosenhöhe kommend bereits in nördlicher Lage. In Sennestadt könnte die Trasse wiederum nach Norden in die Elbeallee abbiegen. Zudem war es Vorgabe, dass die StadtBahn unabhängig von der Autobahn in der nördlichen Lage geführt wird. Somit wird die Trasse insgesamt in nördlicher Lage geführt, sodas die StadtBahn unabhängiger vom übrigen Verkehr ist und die Fahrbahnen der Brackweder Straße und Paderborner Straße nicht kreuzen muss. Würde sie in Mittellage geführt, müsste sie die L756 insgesamt vier mal queren, sodass die Kreuzungen im Schnitt alle 5 Minuten für den restlichen Verkehr komplett gesperrt werden müssten. Die Leistungsfähigkeit L756 wäre damit stark eingeschränkt.

Haltestellen

Die Standortwahl für die Haltestellen richtet sich vor allem nach der baulichen Machbarkeit von Hochbahnsteigen. Weitere Kriterien sind die Fußwege in die Wohngebiete, zu Arbeitsstätten und zu zentralen Einkaufsmöglichkeiten. Momentan sind in der Planung entlang der L756 folgende Haltestellen berücksichtigt:

  • Friedhofstraße
  • Bretonische Straße
  • Ebberghöhe
  • Feuerbachweg
  • Buschkampkreuzung
  • Kamphof (optional)
  • Industriestraße
  • Hans Christian Andersen Schule
  • Kreuzkirche

Die Hochbahnsteige entlang der L756 werden voraussichtlich als Seitenbahnsteige, rechts und links der StadtBahn-Trasse umgesetzt werden. Seitenbahnsteige beanspruchen nämlich bei einer Stadtbahntrasse in Seitenlage weniger Querschnittsbreite.

Optisch unterscheiden sich die neuen Hochbahnsteige deutlich von ihren Vorgängern. Das folgende Bild zeigt ein Modell einer solchen neuen Haltestelle (Marktstraße), im Unterschied zu den Haltestellen entlang der L756 allerdings mit Mittelbahnsteig.

Straßenraum

Zwischen moBiel, Straßen.NRW und der Stadt Bielefeld besteht Einigkeit darüber, die heute vierstreifige L756 in den Ortslagen Senne-Buschkamp und Sennestadt auf eine zweistreifige Fahrbahn mit neuen Radverkehrsanlagen umzubauen. Der Zulauf zu den Autobahnauffahrten der A2 im Teilabschnitt der L756 zwischen Buschkampstraße und der Eikelmann-Kreuzung bleibt die L756 vierspurig.

  • Abschnitt zwischen Senne und Buschkampkreuzung:
    • Gehwegen in Seitenlage
    • 2-streifigen Fahrbahn mit richtungsabhängige Radfahrstreifen auf Fahrbahnniveau
    • Stadtbahntrasse in Nord-Ost Seitenlage (zwischen Fahrbahn und Gehweg)
  • Abschnitt zwischen Eikelmannkreuzung und Kreuzkirche:
    • Gehwegen in Seitenlagen
    • 2-streifigen Fahrbahn mit richtungsabhängige Radfahrstreifen auf Fahrbahnniveau
    • Stadtbahntrasse in Nord-Ost Seitenlage (zwischen Fahrbahn und Gehweg)
  • Abschnitt zwischen Buschkamp- und Eikelmannkreuzung:
    • Geh-/Radweg in Seitenlage
    • 4-streifige Bestandsfahrbahn (mit Mittelstreifen)
    • Stadtbahntrasse in Nord-Ost Seitenlage (zwischen Fahrbahn und Geh-/Radweg)
Umplanung der Knotenpunkte

Insgesamt wurden bei der Planung 14 Kreuzungen und Einmündungen angepasst und dabei verschiedene Optionen geprüft. Alle Rechtsabbieger in Richtung Brackwede bekommen künftig eine eine Recht-Abbiegerspur. Kreuzungen, an denen es zu veränderten Abbiegebeziehungen kommt, sind in der Liste mit einem * gekennzeichnet. Zu diesen Kreuzungen finden Sie unten auch Visualisierungen, anhand derer Sie sich die Veränderungen ansehen können. 

  • Friedhofstraße
  • Spiegelsberger Weg *
  • Bretonische Straße *
  • Am Grundgreiben
  • Hangstraße
  • Ebberghöhe
  • Feuerbachweg/Hafnerweg *
  • Buschkampkreuzung
  • Am Schießstand
  • Eikelmannkreuzung
  • Hans-Christian-Andersen-Schule
  • Schillinggelände
  • Sennestadtring *
  • Ramsbrockring *
Spiegelsberger Weg

Auf den Spiegelsberger Weg kann nach dem Stand der Planung nicht mehr von der L756 eingefahren werden. Eine Ausfahrt ist - wie heute - nur nach rechts, in Richtung Brackwede möglich.

Bretonische Straße

Stadteinwärts, in Richtung Brackwede, kann nach dem Stand der Planung nicht mehr in die Bretonische Straße links abgebogen werden. Alle anderen Abbiegebeziehungen bleiben unverändert.

Feuerbachweg/Hafnerweg

Rechtsabbieger bekommen stadteinwärts, Richtung Brackwede, eine eigene Abbiege-Spur. Ein Links-Abbiegen auf den Hafnerweg in Richtung Brackwede ist nach dem Stand der Planungen nicht mehr möglich.

Buschkampkreuzung

An der Buschkampkreuzung bleiben alle Abbiegebeziehungen bestehen.

Sennestadtring

Am Sennestadtring kann nach dem Stand der Planungen künftig in beide Richtungen auf die L756 abgebogen werden. Rechtsabbieger bekommen stadteinwärts, in Richtung Brackwede, eine eigene Abbiegespur. Zudem sollen neue, oberirdische Fußgänger-Querungen der L756 möglich sein.

Der Sennestadtring kann so verkürzt werden und die Fläche um den Teich herum für Radfahrer und Fußgänger sowie eine neue Uferpromenade genutzt werden.

Ramsbrockring

Der Ramsbrockring wird nach dem Stand der Planungen als Kreisverkehr mit der L756 verbunden, sodass Abbiegebeziehungen in alle Richtungen bestehen und die Wege direkter und schneller werden. Die bestehende Brücke wird zurückgebaut.

FAQ

Hier finden Sie alle Antworten auf die häufigsten Fragen, die uns per E-Mail und Telefon, in Gesprächen oder über die Dialogkarten erreicht haben.

Projekthintergründe

Projekthintergründe

Warum kommt die Planung einer StadtBahn nach Sennestadt so spät?

Sennestadt gehört seit der Gebietsreform 1972 zu Bielefeld. Schon damals war eine StadtBahn-Anbindung vorgesehen. In den Folgejahren wurden zunächst einige andere Projekte in Bielefeld umgesetzt – wie der innerstädtische StadtBahn-Tunnel, der 1991 eröffnet wurde und die Linie 4 zur Universität, die seit 2000 kaum mehr wegzudenken ist.

In der Zwischenzeit liefen die Planungen auch für andere Stadtteile weiter. Aus dem Mobilitätskonzept »moBiel 2030« ergab sich für Sennestadt die Planung der neuen Linie 5 von Heepen bis Sennestadt in Niederflurtechnik, die infolge der Bürgerbefragung 2014 nicht umgesetzt wird. Schließlich wurde die Hochflurlinie von Senne nach Sennestadt 2016 vom Rat der Stadt Bielefeld beschlossen. Seit 2018 läuft die Planung unter Berücksichtigung der aktuellsten Rahmenbedingungen.

Inwiefern betrifft die Verlängerung der StadtBahn-Linie 1 den geplanten Bau der Klimaschutzsiedlung?

Die geplante Klimaschutzsiedlung auf dem ehemaligen Schilling-Gelände ist ein zukunftsweisendes Projekt der Stadt Bielefeld. Die Klimaschutzsiedlung gewinnt durch die Anbindung an die StadtBahn deutlich an Attraktivität: Denn nachhaltiges Wohnen setzt eine nachhaltige Mobilität vor. Hierfür leistet der StadtBahn-Ausbau einen zentralen Beitrag.

Die Bürgerbefragung am 25. Mai 2014 hat die StadtBahn abgelehnt: Wieso wird jetzt doch geplant?

In der Bürgerbefragung stand die Frage im Fokus »Soll die StadtBahn-Linie 5 von Sennestadt nach Heepen gebaut werden«. Die damaligen Planungen sahen vor, die Linie 5 als Niederflurlinie von der Württemberger Allee in Sennestadt über Brackwede und die Innenstadt nach Heepen zu bauen. Hierbei konnten alle Bielefelder ihre Stimme abgeben. Gegen das Vorhaben sprachen sich insgesamt 53,4 Prozent der Bielefelder aus. Die Sennestädter befürworteten die Linie allerdings überwiegend: 63,7 Prozent der Stimmen wurden für die StadtBahn abgegeben.

Aufgrund der hohen Zustimmung für die StadtBahn in Sennestadt beschloss die Bezirksvertretung Sennestadt am 11.09.2014 einstimmig, dass alle erforderlichen Schritte zu unternehmen sind, um zumindest die StadtBahn nach Sennestadt zu realisieren. Dem schloss sich der Rat der Stadt am 25.06.2015 mit großer Mehrheit an und beauftragte uns und die Stadtverwaltung, eine neue Planung mit der Verlängerung der Linie 1 zur Anbindung der Sennestadt auf den Weg zu bringen.

Damit ist es endlich möglich, die grundlegende Mobilitätslücke im Bielefelder Süden zu schließen, die Sennestadt an das StadtBahn-Netz anzuschließen und damit den Ausbau des ÖPNV entscheidend voranzutreiben.

Was ist der konkrete Planungsauftrag für moBiel?

In seiner Sitzung vom 25. Juni 2015 beauftragte der Rat der Stadt Bielefeld uns und die Stadtverwaltung mit den Planungen für eine StadtBahn-Verlängerung der Linie 1 nach Sennestadt – mit dem Ziel, das Baurecht bzw. einen Planfeststellungsbeschluss herbeizuführen. Am 2. Februar 2016 beschloss der Stadtentwicklungsausschuss der Stadt Bielefeld, dass hierbei die Stadtbezirke Brackwede, Senne und Sennestadt mit einer hochwertigen StadtBahn-Erschließung miteinander zu verbinden sind und diese in Anlehnung an den Bestand als Hochflursystem auszubilden ist.

Zudem bekräftigte der Ausschuss am 26. Juni 2018, dass die Planungen der neuen Mobilitätslinie im Sinne einer integrierten Stadt- und Verkehrsplanung voranzutreiben sind und damit in die aktuellen und gültigen politischen Beschlüsse eingebettet werden:

  1. Berücksichtigung der Radverkehrsförderung
  2. INSEK-Programm
  3. Errichtung der Klimaschutzsiedlung auf dem Schillinggelände und
  4. den Zielen Lärmreduktion, Klimaschutz und Reduktion der Luftschadstoffe

Zusätzlich sind mit dem Land NRW Abstimmungen zur L756 (ehemalige B68) notwendig, um den Verkehrsraum entsprechend der verkehrspolitischen Ziele der Stadt und des Landes zu gestalten.

Gemäß dieser Zielstellung treiben wir in Abstimmung mit den Projektpartnern (der Stadt Bielefeld und Straßen.NRW) die Planung zur Mobilitätslinie für den Bielefelder Süden durch die Verlängerung der StadtBahn-Linie 1 nach Sennestadt weiter voran.

Warum wird die StadtBahn nach Sennestadt gebaut und nicht nach Theesen oder Jöllenbeck?

Für eine Wiederaufnahme der Planung einer StadtBahn nach Theesen oder Jöllenbeck sind politische Entscheidungen wie in der Sennestadt erforderlich, die aktuell noch nicht vorliegen.

Grundsätzlich haben wir 2011 für das Mobilitätskonzept »moBiel 2030« mithilfe einer Potenzialanalyse insgesamt 15 StadtBahn-Verlängerungen untersucht und bewertet. Daraus ergab sich für die Verlängerungsmaßnahmen nach Heepen, Stieghorst und Sennestadt die höchste Priorität. Zurzeit werden aufgrund der Bürgerbefragung vom 25. Mai 2014 und der darauf folgenden politischen Beschlüsse die beiden StadtBahn-Ausbauprojekte Sennestadt und Stieghorst/Hillegossen vorangetrieben.

Die Mobilitätslinie für den Bielefelder Süden kann dabei ein Startpunkt für weitere Ausbauprojekte sein: Denn die am 14. März 2019 beschlossene Mobilitätsstrategie der Stadt Bielefeld sieht den Ausbau des ÖPNV als eines der wichtigen Kernziele an. Im aktuell erarbeiteten Nahverkehrsplan – dem Rahmenplan für das StadtBahn- und Busnetz der Stadt Bielefeld – werden darauf aufbauend konkrete StadtBahn-Ausbaumaßnahmen hinsichtlich ihres Verkehrsnutzen untersucht.

Wodurch wird die StadtBahn ein Standortvorteil für die lokale Wirtschaft und den Wohnungsmarkt in Senne und Sennestadt?

Durch eine StadtBahn-Anbindung wird eine direkte, schnelle und umweltfreundliche Verbindung nach Brackwede, Bethel und in die Bielefelder Innenstadt geschaffen.

Das macht das Viertel attraktiv für aktuelle und künftige Bürgerinnen, Bürger und Arbeitgeber: Arbeitnehmer kommen besser von und zur Arbeit, Schulen der Sennestadt und Innenstadt sind besser erreichbar, die Anbindung für Kunden der lokalen Wirtschaft attraktiver.

Durch die StadtBahn bietet sich zudem die Möglichkeit, die zahlreichen Vorhaben des Integrierten Stadtentwicklungsprogramms (INSEK) in Sennestadt zu neuen Mobilitätskonzepten und zur Umgestaltung des Straßenraums umzusetzen. Ein attraktiver Straßenraum, in dem die Menschen gern unterwegs sind, steigert die Wohnqualität und auch die Attraktivität für Gewerbe und Einzelhandel.

Planungsprozess & Beteiligung

Planungsprozess & Beteiligung

Wie ist der aktuelle Stand der Planungen? Wann gibt es mehr Details?

moBiel hat die Vorplanung entlang der L756 abgeschlossen und mit der Stadt Bielefeld und Straßen.NRW abgestimmt. Darin wurde nach Festlegung von Planungsparametern mit allen Planungsbeteiligten für jeden Knotenpunkte Variantenuntersuchungen durchgeführt. Bei den Voruntersuchungen standen die bauliche Machbarkeit und das Verkehrskonzept im Vordergrund. Auch eine erste Nutzen-Kosten-Untersuchung war Bestandteil der Vorplanung. In Ergänzung zu der Trasse entlang der L756 wird im Jahr 2020 ein Nahverkehrskonzept für den Bielefelder Süden entwickelt.

Wie lange wird die Planung dauern und wann wird dann gebaut?

Im Anschluss an die Vorplanung erfolgt die Entwurfsplanung für die gesamte Strecke. Hierbei führen wir auch eine Wirtschaftlichkeitsprüfung und eine Umweltverträglichkeitsprüfung durch, die voraussichtlich zwei Jahre in Anspruch nehmen wird.

Nach Abschluss der Vor- und Entwurfsplanungen starten wir im Anschluss in das sog. Planfeststellungsverfahren. Dieses findet bei der Bezirksregierung statt und hat die Baugenehmigung zum Ziel. Wie lange das Planfeststellungsverfahren selbst dauert, kann derzeit nicht genau abgeschätzt werden. Erst nach Vorlage der Genehmigung, dem sog. Planfeststellungsbeschluss, kann der Bau begonnen werden.

Wann werden direkt betroffene Anwohnerinnen und Anwohner über den aktuellen Planungsstand informiert?

Der Dialog mit den betroffenen Anwohnerinnen und Anwohnern ist moBiel besonders wichtig. moBiel und die Stadt Bielefeld sind direkt nach Fertigstellung der Vorplanung in persönliche Gespräche mit den direkt betroffenen Anwohnerinnen und Anwohnern gegangen. Im Anschluss daran werden Anfang Dezember die Planungen allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern vorgestellt.

Linienführung & Netzkonzept

Linienführung & Netzkonzept

Was bedeutet das Projekt für das Bus-Liniennetz?

Die StadtBahn-Linie 1 soll zukünftig die bisherige Bus-Linie 135 ersetzen. Das ergänzende Busnetz rund um die zukünftige StadtBahn befindet sich zurzeit noch in der Planung. Dabei ist es uns besonders wichtig, die Zubringerverbindungen zur Mobilitätslinie zu stärken und auszubauen. Dadurch können auch die umliegenden Ortsteile und Nachbargemeinden von der neuen Mobilitätslinie profitieren.

Klar ist, dass es weiterhin einen zentralen Umsteigeplatz in der Sennestadt geben wird. Für alle bisherigen Nutzer der Linie 135 und ihrer Zubringer entfällt durch den Ausbau der StadtBahn-Linie 1 ein Umstieg. Zusätzlich sind in Verbindung mit der neuen Mobilitätslinie auch weitere Mobilitätsangebote in Prüfung, beispielsweise Fahrrad-, Car- oder E-Roller-Sharings.

Die Vorschläge besserer Anbindungen an Verknüpfungspunkte mit dem regionalen Schienenverkehr oder an Einkaufsschwerpunkte sind nicht neu, konnten aber bisher noch nicht in konkrete, umsetzbare Netzkonzepte überführt werden. Vom Amt für Verkehr wird darum derzeit der Nahverkehrsplan der Stadt Bielefeld neu aufgesetzt, der den Rahmenplan für das StadtBahn- und Busnetz bildet. Im Zuge der Neuaufstellung dieses Nahverkehrsplanes können Anregungen aus Politik, Interessensverbänden und von Bürgern neu geprüft werden.

Welche Vorteile gibt es für Senne-Buschkamp, Sennestadt, Brackwede und umliegende Stadtteile?

Die neue StadtBahn-Verbindung ermöglicht neue umweltfreundliche Direktverbindungen: Senner, Sennestädter und angrenzende Orte kommen ohne Zeitverlust und ganz ohne oder nur noch mit einem Umstieg schneller und komfortabler nach Brackwede, Gadderbaum oder in die Innenstadt – und damit genau in die Teile der Stadt, in die sie laut Statistik täglich viele Wege erledigen.

Auch die Erreichbarkeit des Klinikums und des Schulzentrums auf der Rosenhöhe kann mit der neuen Direktverbindung für Besucher, Schüler und Arbeitnehmer aus Senne-Buschkamp, Sennestadt und der weiteren Umgebung maßgeblich verbessert werden. Allgemein rücken die Stadt- und Ortsteile durch die Mobilitätslinie näher zusammen, sodass Fahrten in ganz Bielefeld sowie in die Nachbargemeinden Schloß Holte-Stukenbrock und Oerlinghausen komfortabler werden.

Dadurch wird erfahrungsgemäß auch ein Umstieg vom eigenen PKW auf den öffentlichen Verkehr entscheidend attraktiver, wodurch sich ebenso Entlastungen für die Straßen in Brackwede sowie Senne-Buschkamp und Sennestadt ergeben werden. Die Stadtteile gewinnen somit zusätzlich an Lebensqualität. Das dient den Anwohnerinnen und Anwohnern und macht die Viertel ebenso attraktiver.

Durch die StadtBahn bietet sich zudem die Möglichkeit, die zahlreichen Vorhaben des Integrierten Stadtentwicklungsprogramms (INSEK) in Sennestadt zu neuen Mobilitätskonzepten und zur Umgestaltung des Straßenraums umzusetzen sowie eine stadtverträgliche Neugestaltung der L756 mit Berücksichtigung aller Verkehrsteilnehmer – auch Radfahrer und Fußgänger. Ein attraktiver Straßenraum, in dem die Menschen gern unterwegs sind, steigert die Wohnqualität und auch die Attraktivität für Gewerbe und Einzelhandel.

Die Bus-Linie 135 fährt heute schon im 10-Minuten-Takt. Das Angebot ist doch gut. Warum brauchen wir die StadtBahn-Verlängerung?

Durch die Direktverbindungen entfällt der Umstieg vom Bus der Linie 135 auf die StadtBahn-Linie 1 an der Haltestelle Senne. Zudem bieten die neuen Bahnen ein verbessertes Platzangebot und mehr Reisekomfort: etwa für Familien mit Kinderwagen, ältere oder eingeschränkte Personen mit Rollstuhl und Rollator oder Reisende mit Taschen und Koffern.

Auch Fahrten von und in die umliegenden Ortsteile Eckardtsheim, Heideblümchen, Dalbke und die Nachbargemeinden Schloß Holte-Stukenbrock und Oerlinghausen werden komfortabler: Für eine Fahrt von oder in die Innenstadt oder Brackwede entfällt ein Umstieg.

Wird es zukünftig neue Park + Ride Parkplätze geben?

Entlang der neuen Mobilitätslinie sind für mehrere Standorte multimodale Verknüpfungspunkte, sogenannte »Mobilstationen« angedacht, an denen verschiedene Verkehrsarten miteinander vernetzen angeboten werden sollen.

Zusätzlich zu Busverknüpfungen können das Angebote für Park + Ride, Bike + Ride (Rad) oder Sharing-Produkte sein. Die genauen Standorte und Angebote werden in den weiteren Planungsschritten geprüft.

Werden alternative Antriebsformen für Busse untersucht, etwa Elektro- und Wasserstoffbusse?

Über den Einsatz neuer Antriebsformen denken wir intensiv nach. Anfang 2019 haben wir 22 neue Busse mit Hybridmodul für den Stadtverkehr beschafft, die auf dem neuen Betriebshof in Sennestadt stationiert sind. Da batteriebetriebene Elektrofahrzeuge derzeit noch Nachteile hinsichtlich Wirtschaftlichkeit, Nachhaltigkeit und geringer Reichweiten haben, werden wir zukünftig den Einsatz ebenfalls emissionsfreier Wasserstoffbusse testen.

Die Kapazität und der Komfort der neuen Vamos-StadtBahn ist unabhängig von den Antriebsarten mit Bussen nicht zu vergleichen und zu erreichen: Bahnen werden durch die zeitgemäße Trassierung auch bei höheren Geschwindigkeiten gleichmäßig und komfortabel in den Gleisen geführt. Durch den hohen geplanten Anteil an eigenen Bahnkörpern kann die StadtBahn zudem an möglichem Kfz-Rückstau durch Unfälle oder Störungen häufig vorbeifahren, während ein Bus weiterhin im Stau stünde.

Werden die neuen Vamos-Bahnen nach Sennestadt fahren?

Die Vamos-Bahnen sollen langfristig auf allen Linien in Bielefeld fahren. Die Mobilitätslinie nach Sennestadt wird deshalb so geplant, dass der Vamos dort fahren kann.

Dafür müssen noch einige Streckenabschnitte in Brackwede und der Innenstadt verbreitert werden. Diese Planungen treiben wir ebenso wie die Mobilitätslinie stark voran, um unsere Altfahrzeuge sukzessive gegen Neufahrzeuge auszutauschen.

Wie soll die Linie 1, die heute schon mit vielen Störungen zu kämpfen hat, die Sennestadt pünktlich und stabil anbinden?

Die Störungen auf der heutigen StadtBahn-Linie 1 sind vor allem auf Behinderungen durch andere Verkehrsteilnehmer (Falschparker, Rückstaus etc.) und lange Ein- und Ausstiegsvorgänge an den Haltestellen zurückzuführen. Darum beschleunigen wir wo möglich auch den Haltestellenausbau mit barrierefreien Hochbahnsteigen.

Darüber hinaus arbeiten wir mit der Stadt Bielefeld daran, Unfallschwerpunkte zu entschärfen. Die Reduzierung der Störungsanfälligkeit der Gesamtlinie ist heute schon ein zentrales Ziel.

Die Mobilitätslinie fährt entlang der L756 ausschließlich auf eigenen Bahnkörpern, damit die StadtBahn unabhängiger vom übrigen Verkehr geführt werden kann.

Werden die Varianten in die Nordstadt nicht weiter betrachtet?

In einem Beteiligungsprozess im Jahr 2020 soll ein Nahverkehrskonzept für den Bielefelder Süden entwickelt werden. Dabei ist die Stadtbahn bis zur Kreuzkirche eine wichtige Basis, die mit alternativen Trassen und anderen Verkehrsmitteln ergänzt werden muss. Welche Trassenverläufe das sein können und welche Verkehrsmittel die Mobilität verbessern können, soll in dem Nahverkehrskonzept erarbeitet werden.

Dabei werden auch die beiden bisher geplanten Trassen in die Nordstadt - zusammen mit weiteren möglichen Trassen - betrachtet und im Anschluss von einem Gutachter bewertet.

Ist denn die Wirtschaftlichkeit bei einer Trasse, die nur bis zur Kreuzkirche reichen wird, gegeben?

Die Wirtschaftlichkeit einer Trasse bis zur Kreuzkirche wurde noch nicht geprüft. Dazu fehlt bis jetzt ein Konzept für die ergänzenden Verkehrsmittel. Im Rahmen des Nahverkehrskonzeptes werden verschiedene Stadtbahn-Trassen sowie ergänzende Verkehrsmitteln bewertet. Auf dieser Grundlage kann eine Nutzen-Kosten-Untersuchung durchgeführt werden.

Im Zuge der Konkretisierung der Planung wird im Anschluss an die Entwurfsplanung dann eine sogenannte Standardisierte Bewertung durchgeführt. In dieser werden nach einem bundesweit einheitlichen Verfahren die gesamtwirtschaftlichen Kosten und der Nutzen des Projektes ermittelt. Der Nachweis, dass der Nutzen über den Kosten liegt, ist erforderlich, damit das Projekt aus Bundesmitteln finanziert werden kann.

Bauplanung & Verkehrsraum

Bauplanung & Verkehrsraum

Wird es durchgängige und sichere Radwege geben?

Wir legen hohen Wert auf die Berücksichtigung der Interessen aller Verkehrsteilnehmer. Entlang der L756 beispielsweise wird derzeit viel Platz für den Autoverkehr beansprucht. Die Anbindung an die StadtBahn eröffnet die Möglichkeit, den Raum neben der StadtBahn-Trasse neu aufzuteilen und dabei auch auf die Belange der Radfahrer einzugehen.

Unser Ziel ist es, die Nutzungsqualität für alle Verkehrsteilnehmer zu verbessern. Dafür arbeiten wir eng mit dem Amt für Verkehr der Stadt Bielefeld zusammen, das für die Radwegeplanung zuständig ist. Darüber hinaus werden wir frühzeitig das Gespräch und den Austausch mit den Interessenvertretern für den Radverkehr in Bielefeld suchen.

Ist mit einem erhöhten Verkehrsaufkommen durch die StadtBahn zu rechnen?

Die StadtBahn wird wie die heutige Bus-Linie 135 auch im 10-Minuten-Takt verkehren und somit keine zusätzlichen Verkehrsmengen bringen.

Erfahrungen aus früheren Verlängerungen wie nach Stieghorst zeigen eher, dass der Umstieg auf die StadtBahn leichter als auf den Bus fällt. Wir rechnen darum damit, dass mehr Fahrgäste häufiger ihr Auto stehen lassen und somit zur Entlastung der Straßen beitragen.

Wie wird sichergestellt, dass die L756 in Stoßzeiten weiterhin leistungsfähig bleibt?

Im Abschnitt der L756 von der heutigen Endstation Senne bis zum Sennestadtteich werden die Fahrstreifen auf den Autoverkehr nach Fertigstellung der Autobahn A33 ausgerichtet.

Zwischen moBiel, Straßen.NRW und der Stadt Bielefeld besteht Einigkeit darüber, die vier Fahrstreifen der Paderborner Straße zwischen Buschkampkreuzung und Eickelmann-Kreuzung als Autobahnzu- und -abbringer aufgrund der hohen verkehrlichen Bedeutung des Abschnittes zu erhalten.

Zwischen Friedhofstraße und Buschkampkreuzung sowie zwischen Eickelmann-Kreuzung und Ortsausgang Sennestadt prognostizieren Verkehrsgutachten mit der Fertigstellung der A33 eine Entlastung der anderen vierstreifigen Abschnitte der heutigen L756 (ehemalige B68). In diesem Bereich ist ein Rückbau auf zwei Fahrstreifen mit neuen Radverkehrsanlagen geplant.

Wie wird die Straßenführung aufgeteilt? Wird es Eingriffe in Privatgrund geben?

Zurzeit arbeitet wir gemeinsam mit Straßen.NRW und der Stadt Bielefeld an einer eingriffsarmen Lösung: Das Ziel ist es, die Eingriffe in die Seitenräume möglichst gering zu halten. Der Dialog mit den betroffenen Anwohnerinnen und Anwohnern ist moBiel besonders wichtig. moBiel und die Stadt Bielefeld sind direkt nach Fertigstellung der Vorplanung in persönliche Gespräche mit den direkt betroffenen Anwohnerinnen und Anwohnern gegangen.

Wie soll die neue StadtBahn-Trasse entlang der L756 verlaufen?

Entlang der gesamten L756 (Paderborner Straße/Brackweder Straße) wird die Mobilitätslinie auf eigener Trasse in nördlicher Seitenlage geplant.

Die StadtBahn-Trasse liegt von der Rosenhöhe kommend bereits in nördlicher Lage. In Sennestadt wird die Trasse wiederum nach Norden in die Elbeallee abbiegen. Zudem kann die StadtBahn unabhängig von den Zu- und Abfahrten zur und von der Autobahn A2 besser unter den bestehenden Brücken in den nördlichen Brückenfeldern geführt werden.

Somit ist die StadtBahn weitestgehend unabhängig vom übrigen Verkehr und muss die parallel laufende Fahrbahn der Brackweder Straße und Paderborner Straße nicht kreuzen. Das kommt der Leistungsfähigkeit der L756 und seiner Knotenpunkte zugute.

Für die Privatzufahrten in den Ortslagen Buschkamp und Sennestadt sind sichere Querungen über die StadtBahn-Trasse unser oberstes Ziel. Mehr Einzelheiten hierzu können wir erst in der Entwurfsplanung vorstellen.

Durch den Rückbau wird es doch zu Staus an den Knotenpunkten kommen. Wie werden die Kreuzungsbereiche gestaltet?

Wir befinden uns derzeit in der Vorplanung des Vorhabens. Im Zuge des Vorhabens legen wir einen besonderen Schwerpunkt auf die Aufrechterhaltung der Leistungsfähigkeit der Knotenpunkte entlang der Strecken sowie auf die Verbesserung der Verkehrsführung.

Für die Eickelmann-Kreuzung selbst sind unabhängig von der StadtBahn-Planung Umbauten aufgrund der veränderten Verkehrsmengen durch das Industriegebiet Fuggerstraße vorgesehen. Diese werden derzeit vom Landesbetrieb Straßen.NRW und von der Stadt Bielefeld erörtert und vorangetrieben.

Wo werden Parkplätze wegfallen und wie wird der Wegfall kompensiert?

Wir befinden uns derzeit in der Vorplanung des Vorhabens. Daher können wir zu diesem Zeitpunkt noch keine detaillierten und verlässlichen Informationen zu einem möglichen Wegfall von Parkmöglichkeiten und etwaigen Kompensationen mitteilen.

Im weiteren Verlauf werden wir die Bürgerinnen und Bürgern sowie insbesondere die anliegenden Gewerbetreibenden eng in die Planung einbinden. Das gilt sowohl hinsichtlich der Parkplatzsituation in der Sennstadt als auch hinsichtlich der Planung der einzelnen Bauabschnitte.

Wir werden alle Betroffenen kontinuierlich über den aktuellen Stand des Projekts informieren und legen besonderen Wert auf die Berücksichtigung der Interessen der anliegenden Gewerbetreibenden.

Welche Haltestellen wird es geben? Wo sind diese eingeplant?

Die Standortwahl für die Haltestellen richtet sich vor allem nach der baulichen Machbarkeit von Hochbahnsteigen. Weitere Kriterien sind die Fußwege in die Wohngebiete, zu Arbeitsstätten und zu zentralen Einkaufsmöglichkeiten.

Für die gesamte Länge der L756 sind die StadtBahn-Trasse und deren Haltestellen in nördlicher Seitenlage geplant. Die Hochbahnsteige entlang der L756 werden voraussichtlich als Seitenbahnsteige rechts und links der StadtBahn-Trasse umgesetzt.

Verliert mein Haus oder meine Wohnung nicht an Wert, wenn eine StadtBahn daran vorbeigeführt wird?

Nein. Studien und Erfahrungswerte zeigen, dass der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs die Attraktivität von Wohnlagen steigert.

Der Ausbau schafft häufig neue Impulse und Investitionen in bestehende und neue Wohngebiete. Mit dem Mobilitätsgewinn kann darum auch eine Wertsteigerung von Immobilien verbunden sein.

Wie lange wird gebaut?

Eine genaue Bauzeit kann in diesem frühen Stadium der Planungen noch nicht genau ermittelt werden. Der StadtBahn-Ausbau wird schrittweise in mehreren Bauabschnitten erfolgen, sodass kein Anwohner über die gesamte Bauzeit direkt betroffen sein wird.

Die genauen Bauabschnitte und die Baulogistik werden nach Vorliegen des Planfeststellungsbeschlusses im Zuge der Umsetzungsvorbereitung festgelegt.

Stadtgestaltung & Umwelt

Stadtgestaltung & Umwelt

Warum wird die Mobilitätslinie in Hochflurtechnik geplant und nicht mehr in Niederflur?

Die ursprüngliche Idee der Linie 5 sah eine Niederflurvariante als technisch eigenständiges Netz vor. Mit einer Netzlänge von Heepen über die Innenstadt nach Sennestadt wären ausreichend viele Fahrgäste für eine wirtschaftlich funktionierende Linie erreichbar gewesen. Die Linie 5 wäre als Niederflurlinie tragfähig gewesen und hätte auf der ganzen Strecke in Brackwede, Senne und Sennestadt barrierefreie Niederflurbahnsteige ermöglicht.

Die geplante Mobilitätslinie schließt sich an dem reinen Hochflurnetz an und wird damit ein fester Bestandteil des durch den innerstädtischen StadtBahn-Tunnel festgelegten Systems. Aus Fahrgastsicht und Kosten-Nutzen-Sicht ist die bequeme Durchfahrtmöglichkeit ohne Umstieg von Sennestadt oder Brackwede in die Innenstadt einer der entscheidenden Vorteile der neuen Mobilitätslinie.

Weder eine Teilstrecke in Niederflur von der Innenstadt nach Sennestadt noch eine Teilstrecke vom Brackweder Bahnhof nach Sennestadt wären wirtschaftlich tragfähig und für die Fahrgäste attraktiv.

Wie soll eine Trennwirkung durch die StadtBahn mit ihren Hochbahnsteigen und Oberleitungen verhindert werden?

Die Bahnsteige, Bahnanlagen und den neu gestalteten Straßenraum harmonisch ins Stadtbild einzufügen ist uns wichtig. Dafür erarbeiten wir gemeinsam mit der Stadt und externen Partnern ein stimmiges Gestaltungskonzept.

Für die Brackweder Hauptstraße und auch zukünftige Hochbahnsteige entwickeln wir einen neuen Bielefelder Bahnsteigtyp, den sogenannten Bahnsteig 2.0. Im Fokus steht dabei auch für die Mobilitätslinie, dass die Hochbahnsteige städtebaulich ansprechend, barrierefrei und kundenorientiert ins Umfeld integriert werden. Zusätzlich werden die neuen StadtBahn-Haltestellen am Fußwegenetz der Senne und der Sennestadt ausgerichtet und tragen mit neuen Querungsmöglichkeiten an den Zugängen dazu bei, die heute starke Barriere zu entschärfen.

Die Anbindung mit der StadtBahn eröffnet zudem die Möglichkeit, den Raum entlang der Linie neu aufzuteilen und gestalterisch aufzuwerten. Auch die zahlreichen Vorhaben des Integrierten Stadtentwicklungsprogramms (INSEK) in Sennestadt können so unterstützt werden: etwa in ihren neuen Mobilitätskonzepten und einer stadtverträglichen Neugestaltung der Straßenräume mit Berücksichtigung aller Verkehrsteilnehmer (auch Radfahrer und Fußgänger).

Müssen für die Mobilitätslinie Bäume gefällt werden?

Gemeinsam mit Umwelt-, Bau- und Amt für Verkehr arbeiten wir an einer möglichst eingriffsarmen und stadtgestalterisch-verträglichen Lösung. Unser Ziel ist es, die Eingriffe in die Seitenräume und in die Lebensräume von Mensch und Tier so gering wie möglich zu halten. Dabei berücksichtigen wir auch die Ziele des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts (INSEK) für die Sennestadt.

Sollte es zu Baumfällungen kommen, wird es für jeden gefällten Baum eine Ausgleichs- bzw. Ersatzpflanzungen geben.

Wenn alle 10 Minuten eine StadtBahn fährt, dann entstehen für die Anlieger doch erhöhte Lärmbelästigungen und starke Vibrationen. Was tut moBiel dagegen?

Der Lärm und Emissionsschutz für die Anwohnerinnen und Anwohner ist uns ein wichtiges Anliegen. Im weiteren Planungsprozess werden wir detaillierte Lärm- und Erschütterungsgutachten von externen Gutachtern anfertigen lassen, die auch die Überprüfung der Gebäude entlang der Trasse und bei Bedarf geeignete Maßnahmen zur Lärmreduktion beinhalten werden.

Kosten & Wirtschaftlichkeit

Kosten & Wirtschaftlichkeit

Wie teuer wird die Verlängerung der Linie 1 und wer trägt die Kosten dafür?

Die Gesamtinvestitionen für die Mobilitätslinie werden voraussichtlich bis zu 90 Prozent vom Bund und vom Land Nordrhein-Westfalen übernommen. Die restlichen Kosten tragen die Stadt Bielefeld und moBiel. Voraussetzung für die Förderung durch Bund und Land ist jedoch der Nachweis der Wirtschaftlichkeit des Gesamtprojekts.

Die Stadt Bielefeld und das Land NRW haben deutlich signalisiert, dass sie dem Vorhaben ebenso große Bedeutung wie wir beimessen. In der Vergangenheit konnten wir bei einem Großteil der Baumaßnahmen den Kostenrahmen einhalten.

Eine erste belastbare Kostenschätzung kann erst nach Ende der Entwurfsplanung in 2020 vorgestellt werden.

Wie wird die Wirtschaftlichkeit geprüft?

Für das Gelingen des Projekts ist die Wirtschaftlichkeit neben der Schließung der Mobilitätslücke ein zentrales Anliegen. Bereits in einer frühen Phase der Vorplanung hat ein Gutachter die grundsätzliche Wirtschaftlichkeit des Vorhabens festgestellt.

Im Zuge der Konkretisierung der Planung wird parallel zur Entwurfsplanung eine sogenannte standardisierte Bewertung durchgeführt. In dieser werden nach einem bundesweit einheitlichen Verfahren die gesamtwirtschaftlichen Kosten und der Nutzen des Projektes ermittelt. Der Nachweis, dass der Nutzen über den Kosten liegt, ist erforderlich, damit das Projekt aus Bundesmitteln finanziert werden kann.

In Kooperation mit der Stadt Bielefeld

Fragen zur Mobilitätslinie?

Kommen Sie mit uns ins Gespräch!

(05 21) 51-12 22 Montag bis Freitag 9.00 bis 17.00 Uhr

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