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Vamos-Bahn fährt um die Kurve, Frontalaufnahme

Arbeiten auf Hochtouren

Wie Busse und Bahnen wieder eingesetzt werden können

Dieser Wintereinbruch stellt uns vor ganz neue Herausforderungen. In den letzten Jahrzehnten hat es so eine Ausnahmesituation nicht gegeben. »Wir sind mit allen verfügbaren Kräften vor Ort und versuchen, alles möglich zu machen«, sagt Geschäftsführer Martin Uekmann.

Durch die Schneemassen, die in sehr kurzer Zeit vom Himmel gefallen sind, war einfach zu schnell zu viel Schnee auf den Schienen, den selbst die tonnenschweren StadtBahnen nicht mehr wegschieben konnten. Weil zu viel Schnee unter den Fahrzeugen zu Entgleisungen führen kann, mussten wir die Notbremse ziehen.

»Wir sind mit allen verfügbaren Kräften vor Ort und versuchen, alles möglich zu machen. Wir haben sogar im Vorfeld mehr Personal eingesetzt und die StadtBahnen auch nachts fahren lassen, damit die Schienen frei bleiben.«

30 Kilometer Strecke müssen geräumt werden

»Die Sicherheit der Fahrgäste und der Fahrerinnen und Fahrer hat zudem oberste Priorität«, bekräftigt Uekmann. Bis Sonntag fahren keine StadtBahnen. Zusammen mit dem Umweltbetrieb müssen Straßen und Schienen zunächst geräumt, von Schnee und Eis befreit werden.

»Auf der Detmolder Straße haben wir im Moment nur eine Fahrspur frei. Die Schienen sind meterhoch mit Schnee bedeckt und vereist. Durch die frostigen Temperaturen ist das kein Schnee, den man einfach wegschieben kann. Da müssen wir mit schwerem Gerät arbeiten – und das auf 30 Kilometer Strecke«, sagt Kai-Uwe Steinbrecher, technischer Leiter. So ein Gerät wurde jetzt beschafft.

Bielefeld nicht mit Bayern vergleichbar

»Dass an nur zwei Tagen so viel Schnee fällt, kommt einmal im Vierteljahrhundert vor. In Bayern hat man sich auf solche Situationen eingestellt. Dort sind fast alle Privataushalte mit Schneefräse ausgestattet und unterstützen zusätzlich«, sagt Martin Uekmann. »Wenn wir die städtischen Betriebe für diese Ausnahmesituationen aufrüsten wollten, wäre das natürlich mit hohen Kosten verbunden,« stellt Uekmann klar.

Busverkehr gestartet

Der Busverkehr ist am Mittwoch (10.2.) mit einer Hauptachse zwischen Innenstadt und Heepen gestartet. Unsere Verkehrsmeister sind ständig unterwegs und prüfen, welche Strecken machbar sind. Das ist eine Aufgabe, denn Bielefeld ist eine Flächenstadt mit einem großen Busnetz. Viele Straßen sind zwar befahrbar, aber für die Busse zu schmal – wir sind größtenteils mit Gelenkbussen unterwegs. Außerdem sind die Haltestellen mit Schnee zugeschoben – davon gibt es in Bielefeld allein im Busbereich knapp 1000.

Der Umweltbetrieb hat zunächst die Haltestellen auf der Heeper Straße geräumt, damit die Busse dort fahren können. Andernfalls wäre es zu gefährlich für die Fahrgäste. Seit Dienstag fällt kein Schnee mehr, dadurch wird die Lage langsam übersichtlicher, aber die Probleme bleiben durch den Frost bestehen. Der Plan ist, auf weiteren Hauptstraßen Busse einzusetzen, damit die Innenstadt sternförmig mit den Stadtteilen verbunden wird. moBiel spricht von einem Paternoster-Prinzip.

Die StadtBahnen bleiben warm

Die StadtBahnen stehen mit eingeschalteter Heizung auf dem Betriebshof, damit sie jederzeit startklar sind. Fahrerinnen und Fahrer sowie Sicherheits- und Servicekräfte sind unterwegs und unterstützen den Umweltbetrieb.

Eine gute Nachricht: »Seitdem die Unwetterwarnstufe 3 wieder aufgehoben wurde, gilt auch wieder die Mobilitätsgarantie. Das heißt, dass wir nach 30 Minuten Wartezeit die Taxikosten erstatten. Bei Abo-Kunden sogar nach 20 Minuten«, sagt Martin Uekmann.

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