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Vamos-Bahn fährt um die Kurve, Frontalaufnahme

Erfolgreiche Bürgerbeteiligung zum Nahverkehrskonzept

Über 500 Einsendungen

Seit gut einer Woche ist die Bürgerbeteiligung zur Entwicklung eines Nahverkehrskonzepts für Senne und Sennestadt abgeschlossen. Die fast 550 Rückmeldungen von interessierten Bürgerinnen und Bürgern ist für uns ein Erfolg. 

Erwartungen erfüllt

Cornelia Christian, verantwortlich für den Bereich Verkehrsplanung, sagt: »Wir hatten uns von Anfang an gewünscht, rund 500 Einsendungen zu bekommen. Dass wir jetzt sogar mehr haben, freut uns sehr. Wir bedanken uns bei allen, die  sich die Zeit genommen haben, mit uns an den Verkehrskonzepten für die Zukunft im Süden von Bielefeld zu arbeiten.«

Am 1. Juni waren wir damit gestartet, Ideen zum Trassenverlauf der Mobilitätslinie in Sennestadt zu sammeln. Außerdem hatten die Anwohnerinnen und Anwohner sechs Wochen lang die Möglichkeit, Vorschläge für ein Busnetz und alternative Mobilitätsformen, auch in Senne, zu machen.

Wünsche der Einsender

Die meisten Ideen sind zu Busverbindungen in beiden Stadtteilen und dem Streckenverlauf der Mobilitätslinie in der Sennestadt eingegangen. Beide Punkte hielten sich während des gesamten Beteiligungszeitraums nahezu die Waage. Die Bürgerinnen und Bürger haben vielfach den Wunsch geäußert, dass die Mobilitätslinie ab der Kreuzkirche in die Nordstadt weiterfahren soll. Dabei wurden diverse Endpunkte vorgeschlagen, wie etwa die Württemberger Allee oder der Senner Hellweg. Aber auch eine Weiterführung in die Südstadt mit Verknüpfung zum Krackser Bahnhof wurde oft genannt sowie nach Dalbke und Heideblümchen. Es gab auch Stimmen, die die Mobilitätslinie gerne an der Kreuzkirche enden lassen wollen, diese waren jedoch deutlich in der Unterzahl. Auch dieser Vorschlag wird im Weiteren geprüft, dies würde aber nur mit einem passenden Buskonzept in der nördlichen Sennestadt funktionieren.

Bus-Verbindungen rund um die Mobilitätslinie

Bei den Bussen gab es häufig den Wunsch nach Querverbindungen über den Teutoburger Wald nach Lipperreihe, Stukenbrock oder Verl. Auch Verbindungen zu den Bahnhöfen Sennestadt und Windelsbleiche wurden angeregt, um dort einige Wohngebiete besser zu erschließen. In diesem Zusammenhang wurden auch zahlreiche Möglichkeiten zum Busumstieg gefordert, etwa durch Park+Ride- und Bike+Ride-Anlagen im Bereich Buschkamp/Kamphof, an der Kreuzkirche, der Württemberger Allee und in Dalbke. Außerdem gab es auch Ideen für Park+Ride-Parkplätze in Autobahnnähe, in Windelsbleiche oder Schloß Holte-Stukenbrock. Zudem gibt es den Wunsch nach Zubringerverkehren aus der Senne zur Mobilitätslinie, zum Beispiel aus Windelsbleiche und Windflöte.

Im Laufe der sechs Wochen haben wir auch eine Hand voll Rückmeldungen zum Verlauf der Mobilitätslinie entlang der L756 bis zur Kreuzkirche erreicht. Diese fließen nicht in das Nahverkehrskonzept, aber in den weiteren Planungsprozess der Strecke mit ein, an dem unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und die des Amts für Verkehr parallel weiterarbeiten.

Wie geht es weiter?

Alle gesammelten Ideen werden nun von dem externen Gutachterbüro Rambøll untersucht und standardisiert bewertet. Die Vorschläge werden dabei nicht einzeln und unabhängig voneinander gewertet, sondern als Gesamtkonzept aus StadtBahn, mit Busnetz und weiteren Mobilitätsangeboten. Dabei wird es zum Beispiel auf die bauliche Machbarkeit der Vorschläge ankommen, aber auch auf deren Wirtschaftlichkeit und damit Förderfähigkeit des Gesamtkonzepts, um das Projekt umsetzen zu können.
Gerald Hamöller, Bereichsleiter Verkehrsplanung bei Rambøll, erklärt: »Unsere Aufgabe ist es nun, die bedeutendsten, direkten ÖPNV-Verbindungen zu identifizieren. Es geht darum, dass besonders viele Wohngebiete und damit potentielle Fahrgäste erschlossen werden. Diese sollen dann kurze Reisezeiten und wenige Umstiege haben. Das müssen nicht zwangsweise immer nur Bus- oder StadtBahn-Verbindungen, sondern können auch mal alternative Verkehrsmittel, wie etwa OnDemand-Verkehre oder Sharing-Konzepte, sein.«

Léa Gauthier, bei uns für das Projekt Mobilitätslinie verantwortlich, ergänzt: »Dabei haben die Gutachter auch stets im Blick, wie sich die einzelnen Verkehrsmittel auf den Klimaund Umweltschutz vor Ort auswirken würden und behalten natürlich auch die Auswirkungen auf die Belange der Bürgerinnen und Bürger im Blick.«

Ausblick

Die Nahverkehrskonzepte mit der besten Bewertung werden den Bürgerinnen und Bürgern sowie der Politik voraussichtlich im Herbst 2020 vorgestellt. Dann besteht die Möglichkeit, zu diesen Konzepten noch einmal Hinweise zu geben und
Verbesserungsvorschläge zu machen.

Patrick Kühn, Leiter der Abteilung Verkehrsplanung im Amt für Verkehr, sagt: »Auch wir werden an der Abstimmung beteiligt sein und dann gemeinsam mit moBiel die Ergebnisse vorstellen.« 

In einer dritten Stufe werden die besten Konzepte einer detaillierten verkehrlichen Betrachtung unterzogen. Dieser letzte Planungsschritt hat das Ziel, eine Vorzugsvariante für das Nahverkehrskonzept der Mobilitätslinie zu erarbeiten, die nach jetzigem Stand Anfang 2021 öffentlich vorgestellt wird. Darüber hinaus werden alle Vorschläge, die im Rahmen der Bürgerbeteiligung eingereicht wurden, bei moBiel und dem Amt für Verkehr gespeichert und gehen nicht verloren. Sie geben für die zukünftige Konzeption des ÖPNV allgemein gute Anregungen.

Digitale Karte weiterhin online

Die digitale Karte mit allen Vorschlägen bleibt in den kommenden Wochen sichtbar. 

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