Bielefeld und Münster: Kostenfreie Sicherheitsführungen im WestfalenTarif
am 25. September 2026
Pressemitteilung der WestfalenTarif GmbH
Das Kompetenzcenter Sicherheit NRW (KCS) bietet in Zusammenarbeit mit dem Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) im Herbst zwei kostenfreie Sicherheitsführungen im WestfalenTarif für Interessierte an.
Fahrgäste können sich in Bielefeld und Münster aus erster Hand informieren, wie sie in Gefahrensituationen im Nahverkehr sicher und selbstbewusst agieren. Einen Überblick über die Sicherheitslage in ganz NRW bietet der neu veröffentlichte Sicherheitsbericht des Landes NRW, der verstärkte Schutzmaßnahmen und ein gestiegenes Sicherheitsgefühl der Fahrgäste bilanziert.
Kostenfreie Sicherheitsführungen in Bielefeld und Münster
Im Rahmen des Projekts „Fokus Sicherheit“ laden das KCS und der NWL im Herbst dieses Jahres an zwei Terminen zu interaktiven Rundgängen ein. Treffpunkt am Freitag, 25. September 2026, sind die Stadtwerke Bielefeld. Nach einer informativen Fahrt mit der Stadtbahn wird der Hauptbahnhof Bielefeld im Zentrum des Interesses stehen. In Münster wird die Führung am Mittwoch, 7. Oktober 2026, im HBF stattfinden. Beide Veranstaltungen werden von 13:00 bis 16:00 Uhr durchgeführt.
Wertvolles Profi-Wissen von Expertinnen und Experten
Teilnehmende erhalten direkt vor Ort wertvolles Profi-Wissen von Expertinnen und Experten der Bundespolizei sowie der Eisenbahnverkehrsunternehmen. Das Angebot vermittelt praxisnahe Handlungskompetenz für Konflikt- und Gefahrensituationen mit Rollenspiel, erläutert die technischen Kamera- und Notrufsysteme an den Bahnhöfen und in den Zügen, erläutert die Arbeit der Bahnhofsmission, gibt Infos zur Hilfe vor Ort und zeigt wichtige Ansprechpartner auf. Da die Anzahl der Teilnehmenden begrenzt ist, wird um eine rechtzeitige Anmeldung über das Online-Formular auf der Website des KCS unter www.kcsicherheit.de/sicherunterwegs gebeten. Ein Kurz-Video auf der Plattform stellt vorab die wichtigsten Informationen in Kürze zusammen.
Landesweiter Sicherheitsbericht 2025: Herausforderungen und Trends
Die Notwendigkeit zielgerichteter Prävention unterstreicht auch der aktuelle Sicherheitsbericht 2025 für das Land Nordrhein-Westfalen, den das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr (MUNV) gemeinsam mit dem Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) vorgelegt hat. Insgesamt wurden im Jahr 2025 in den NRW-Nahverkehrszügen 20.153 sicherheitsrelevante Vorfälle erfasst – ein Zuwachs von 1.348 Fällen gegenüber dem Vorjahr, der primär auf Sachbeschädigungen und Verunreinigungen zurückzuführen ist.
Während Diebstähle und Körperverletzungen zurückgingen, bildeten Beleidigungen (5.551 Fälle) weiterhin den größten Anteil der begangenen Delikte. Besonders das Zug- und Kontrollpersonal ist von verbaler und körperlicher Gewalt betroffen, häufig ausgelöst durch Ticketkontrollen. Um den Schutz der Beschäftigten zu stärken, investiert das Land rund 230.000 Euro in einen neuen IHK-Zertifikatslehrgang zur „Sicherheitskraft im ÖPV“. Zudem sind in Kooperation mit der „muTiger-Stiftung“ 40 Zivilcourage- und Deeskalationstrainings für die Mitarbeitenden im Eisenbahnverkehr geplant, um Konflikte früh zu erkennen und professionell zu entschärfen.
Laut regelmäßigen Befragungen der DB InfraGO steigt das subjektive Sicherheitsempfinden der Fahrgäste an Bahnhöfen seit 2022 kontinuierlich an. Dies sei unter anderem auf eine Erhöhung des Präsenzpersonals an den Stationen um fast 60 Prozent im Jahr 2025 zurückzuführen. Für die Zukunft setzt das Land auf den Ausbau technischer Hilfsmittel. Rund 95 Prozent der Nahverkehrszüge in NRW sind bereits mit Videotechnik ausgestattet.
Künftig sollen KI-gestützte Systeme zur Früherkennung von Konflikten geprüft und Live-Aufschaltungen zur Bundespolizei ausgebaut werden. Zudem unterstützt das KCS die Verkehrsunternehmen bei der freiwilligen Einführung von Bodycams für ZugbegleiterInnen, um deeskalierend auf kritische Situationen einzuwirken.
Anmeldung für die Sicherheitsführungen über Online-Formular:
www.kcsicherheit.de/sicherunterwegs.html