Brennstoffzellenbusse für Bielefeld

FDP-Bundestagsabgeordneten Frank Schäffler und Christian Sauter zu Besuch

30. Juli 2019

Am Montag, 29. Juli besuchten uns die FDP-Bundestagsabgeordneten Frank Schäffler und Christian Sauter auf ihrer OWL-Tour mit einem Wasserstoffauto. Grund dafür waren der Austausch zu alternativen Antriebstechniken und die Planung zum Test von Brennstoffzellenbussen auf der Linie 29.

Die Nutzung von Brennstoffzellenbussen auf der Linie 29 sind als Testphase für die alternative Antriebstechnik geplant. Das Geld dafür kommt vom Land NRW, der Förderantrag wurde vor Kurzem bewilligt. Kai-Uwe Steinbrecher, Geschäftsbereichsleiter Technik bei moBiel, freut sich: »Wir haben uns wirklich intensive Gedanken über alternative Antriebstechniken gemacht und sind froh, einen Pilotbetrieb dank der Gelder finanzieren zu können. Die Diskussionen rund um Schadstoffbelastungen in Innenstädten zeigen, dass wir alternative Konzepte entwickeln müssen.«

Die FDP-Bundestagsabgeordneten Frank Schäffler und Christian Sauter besuchten uns am Montag auf ihrer OWL-Tour mit einem Wasserstoffauto und plädierten für Technologieoffenheit bei der Motorentechnik: »Batteriegetriebene Elektroautos haben auch ökologische Nachteile. Alternativen zu prüfen, ist daher die richtige Vorgehensweise. Nicht der Staat sollte festlegen, welche Antriebsart die Beste ist. Das müssen nach einer Anschubphase die Bürgerinnen und Bürger durch Nutzung und Kauf entscheiden, daher ist Wettbewerb der Technologien von zentraler Bedeutung. Die Brennstoffzelle hat großes Potenzial und muss wie alternative Kraftstoffe dringend weiter geprüft werden«, sagten Schäffler und Sauter.

Ausschreibung erfolgt zeitnah

Die Kosten für die Anschaffung eines Busses liegen zwischen 625.000 und 650.000 Euro. Ein Solo-Dieselbus kostet zum Vergleich zirka 260.000 Euro. Die EU-weite Ausschreibung erfolgt zeitnah. Kai-Uwe Steinbrecher erklärt: »Wir sehen die Zukunft aktuell eher bei der Brennstoffzellentechnik, als bei rein batteriebetriebenen Bussen.« Der Vorsitzende der Bielefelder FDP, Jan Maik Schlifter, begrüßt die Anschaffung der Wasserstoffbusse. »Mit CDU und Bielefelder Mitte haben wir beantragt, für Bielefeld einen Pilotversuch Wasserstoff bei der individuellen Mobilität zu prüfen. Da ist moBiel schon weiter. Ideal wäre es, man könnte beides koppeln, z.B. bei der Frage der Tankstellen.«

Die Stadtwerke Bielefeld Gruppe möchte Energie unterschiedlichster Form intelligent vernetzen. Kai-Uwe Steinbrecher dazu: »Die Sektorenkopplung wird für uns in Zukunft ein großes Thema sein. Die einzelnen Bereiche unserer Unternehmensgruppe sind geradezu prädestiniert dafür, gemeinsame Lösungen zu finden. Eine Wasserstoffproduktion, mit grünem, also umweltfreundlichem Strom, wäre ein Schritt in Richtung Energie- und Verkehrswende.«

Pilotbetrieb auf der Linie 29

Die Brennstoffzellenbusse sollen in der Testphase erst einmal auf der Linie 29 eingesetzt werden. Die Linie ist 7,6 Kilometer lang und führt quer durch die Innenstadt. Dort werden in Zukunft ausschließlich die neuen Busse fahren. Zusätzlich wird eine Wasserstoff-Befüll-Anlage benötigt, die ebenfalls mit angeschafft wird.

Busflotte schon heute mit hohem Standard

Nicht vergessen werden sollte, dass moBiel bereits seit Jahren zu den führenden deutschen Verkehrsunternehmen beim Einsatz moderner Umwelttechnik in Bussen gehört. Die meisten moBiel-Busse – 109 von 122 – verfügen bereits jetzt über die Abgasstufe Euro-6 – dem derzeit anspruchsvollsten europäischen Abgasstandard für Busse und Lkw. Bis 2020 schließen wir die Umstellung auf diese besonders sauberen Busse ab und sind damit deutschlandweit führend. Kai-Uwe Steinbrecher dazu: »Im Vergleich zu anderen Großstädten sind wir mit unserer Quote sehr weit vorne. Wenn jetzt noch die Brennstoffzellenbusse hinzukommen, dann müssen wir uns in der Branche alles andere als verstecken.«

Ein großer Teil des ÖPNV in Bielefeld läuft übrigens bereits mit Ökostrom – das StadtBahn-System. Im vergangenen Jahr haben wir knapp 60,1 Millionen Menschen befördert. Ein Großteil davon, nämlich fast 58 Prozent der Fahrgäste, fuhr mit der StadtBahn.

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